Jens bloggt:
So da sind wir wieder. Nach langer Zeit ohne Artikel, gibt es nun wieder etwas. Ich muss im Moment relativ viel für die Uni machen und Nathalie hilft mir, aber ein Eintrag ist schon zu lange her!
Nachdem wir unseren ersten Abend in Labuanbajo mit lecker Essen, viel Trinken und Tanzen zu Ende gebracht haben, ging es für uns am nächsten Morgen aufs Wasser. Wir hatten ein Boot für 2 Tage inclusive Captain, 2 Crewmitgliedern, die auch fürs Essen gesorgt haben und einer Übernachtung auf See
Unser erster Halt war Rinca/Rinja. Es ist eine kleine Insel zwischen Flores und Komodo. Rinca gehrt zum Komodo National Park und ist eine der Inseln auf der Mann Komodowarane antreffen kann. Rinca sah auf der ersten Blick irgendwie nach Steppe oder Tundra aus.
Auf den zweiten Blick immer noch. Man kann jetzt nur das Meer sehen und die Bucht in der unser Boot lag
Wir hatten viel Glück, denn direkt am Camp waren ca. 15-20 Komodowarane, die das Essen auf der Küche rochen.
Am Tag zuvor waren nur sehr wenige dort. Die Warane werden nicht gefüttert und kommen sonst nicht in Scharen zur Küche. Komodo Dragons, wie sie auch genannt werden, sind gefährliche Tiere, da man, nach dem man gebissen worden ist, an den Bakterien und an dem Gift stirbt. Also haben wir uns natürlich ganz rollkühn verhalten und gerne den Ranger in unsere Gruppe aufgenommen. Wir hätten auch keine andere Wahl gehabt
Komodowarane auf Rinca essen unter anderem auch Büffel. Sie liegen die meiste Zeit regungslos herum, also die Warane nicht die Büffel
Beissen dann blitzschnell das vorbeilaufende Tier und warten dann nur noch bis es verendet. Sie können Aas auf ca. 5km riechen und sind bis zu 30 km/h schnell auf Ihren Stummelbeinen. Also weglaufen hilft nicht viel und wenn dann auch nur im Zickzack. Wenigstens das können sie nicht! Wir waren hellauf von den Komodowaranen begeistert. Also Wir, dass sind Jens, Heiko und ich. Nathalie hatte eine Heidenangst oder einen Heidenrespekt vor den “Viechern”. Frauen während der Menstruation ist auch angeraten, die Ranger darüber zu informieren. Denn wie schon erwähnt haben die Warane eine unglaubliche Zunge mit der sie noch unglaublicher riechen können! Wir haben eine kleine Wandertour über Rincas Hügel gemacht, aber konnten keine weiteren Bestien ausmachen. Aber ein ein schönes Motiv für eins unserer vielen Fotos
Die schon besagte Abneigung unseres weiblichen Forschungsmitglieds, führte leider nur zu 3 weiteren Motiven und nicht zu 4.
Nachdem wir wieder sicheren Bootsboden untern den Füßen hatten, ging aufs in nächste Abenteuer.
Diesmal unter Wasser! Gerüstet mit Taucherbrille, Schnorchel und Flossen haben wir die Tierwelt am Pink Beach erforscht. Pink Beach deshalb, weil die Korallen dort den Eindruck erwecken, der Strand sei pink/rosa. Hier ein paar Unterwassereindrücke.
Und dann kam einer dieser Momente die man immer wieder gerne erzählen wird!
So begab es sich nach einiger Zeit im Wasser, dass Jens H. sich ein wenig abseits der anderen aufhielt und ausser Hörweite von Nathalie war. Sie erreichte jedoch Heiko und Jens K. und erzählte Ihnen von zwei unglaublichen FISCHEN! Die beiden wollten gerne wissen wie sie denn aussähen und wo sie wären. Nathalies Erklärung war ca. folgende:
“Naja es ist wie ein Ball mit Rock und Einhörnern.” Jawohl, die Mehrzahl von Einhorn sind mehrere Einhörner!
Da die beiden Bälle in Ihren Röckchen und den vielen Einhörnern natürlich nicht gut schwimmen können, waren sie noch unmittelbar an der zuvor gesichteten Stellen. Die in Meeresbiologie äußerst geschulten Jungs identifizierten den Fisch/Ball. Es war kein Fisch als solcher, sondern ein Kopffüßer. Besser gesagt es waren zwei Kalmare/Calamari. Ein jeder doppelt so groß wie ein menschlicher Kopf. Da Jens H. jedoch erst später davon erfuhr, als die Bälle schon weg waren – wahrscheinlich einen Spiegel aufsuchen, um sich selbst mit der Beschreibung zu vergleichen – hat er sie nicht zu Gesicht bekommen. Zunächst!
Nathalie erzählte auch mir von den Bällen und dass es doch Calamari seien
Da wir jetzt schon seit längerem im Wasser waren, schwamm Nathalie zurück zum Boot, wo der Captain sich erkundete, ob es denn auch interessante Sachen zu sehen gäbe. Nachdem Nathalie ihm voller Freude von den Calamaris erzählt hatte, bekam der Captain doch recht große Augen für einen Asiaten. Auf sein Fragen hin, bestätigte Nathalie ihm, dass sie noch wüsste wo sie die Kalmare gesehen hätte. Den Captain hatte die Jagdlust gepackt! Er erklärte, dass die Calamari sich eher von der Stömung treiben lassen und wohl noch irgendwo dort seien. Nach kurzer Absprache sind Heiko und ich mit einem Bambusstock bewaffneten Crewmitglied ins Wasser und haben die beiden Gejagten gesucht bzw. die beiden Gesuchten gejagt. Heiko und ich waren aber nur mit der üblichen Ausrüstung bewaffnet. Also garnicht.
Nach längerem Suchen fand ich die beiden Kalmare im Wasser schweben und rief Heiko herbei, der dann auch unseren Jäger mitbrachte. Der erste Stoß prallte am Panzer ab. Selbst ich habe nicht gewusst, dass die einen Panzer haben! Der Getroffene drehte sich ein bisschen benommen und schwomm ein wenig weiter. Der zweite Stoß saß und die erste Tintenfontäne stieß ins Wasser. Der Fang wurde aus dem Wasser gehoben und eine zweite Fontäne schoss ca. 3 Meter in die Luft! Heiko und ich haben uns die ganze Zeit wie zwei kleine Kinder gefreut. Es war aber auch aufregend! Ein einmaliges Erlebnis. Der Fang wurde aufs Boot gebracht und in dem Eimer änderte der Gefangene noch seine Farbe und fing an einigen Stellen rot zu leuchten an. Den zweiten haben wir nicht mehr bekommen.
Wegen einsetzendem Regen und untergehender Sonne blieben wir vor Anker und verbrachten unsere Nacht vor Pink Beach.
Am nächsten Tag gingen wir bei Komodo an Land. Komodo ist viel schöner als Rinca und hat auch wesentlich mehr Vegetation.
Wir haben zwar nicht so viele Warane gesehen wie auf der anderen Insel, aber dafür einen größeren! Der Ranger meinte es liege an der Nahrung, da die Warane auf Komodo wilde Pferde verspeisen. Woran es auch immer liegen mag, das Ding war zwischen 2,5 und 3 Metern lang.
Ein wagemutiges Foto zu viert!
Da Nathalie zwar weniger Angst, aber immer noch viel Respekt hatte, sieht man sie hier leider nur von hinten.
Das ist auch sicherer. Nicht dass wir später mal so aussehen und nur Knochen, Haare und Zähne von uns übrig bleiben, wie von diesem Opfer hier.
Nach wir dann noch ein paar schöne Augenblicke auf Angel Island hatten waren wir dann am Abend wieder zurück in Labuanbajo und es folge ein legendärer Abend! LEGEN – wait for it – DARY! Ort des Geschehens war wieder der Paradise Club, der seinen Namens zurecht trägt.
Um es kurz zu fassen: Es war bisher einer der besten Abende unseres Lebens. Da wir schon ein paar der Locals von dem Abend zuvor kanten und auch noch einige bekannte deutsche Studenten hinzustießen fehlte es uns nicht an guter Partylaune. Dino sorgte wieder für ein ordentliches Mal und da wir mit Bier schon um 18/19 Uhr anfingen und es dann auch mit unserem Arak weiterging, ging uns die Puste auch rechtzeitig aus, um am nächsten Tag noch einigermaßen gut aus dem Bett zu fallen.
Apropos nächster Morgen. Da stand ja unsere 24 stündige Reise per Fähre und Bus über Sumbawe bis nach Lombok an. Nie wieder, aber dazu mehr im nächsten Blogeintrag























































































