Archive for the ‘Flores’ Category

2 Tage auf See


2010
06.28

Jens bloggt:

So da sind wir wieder. Nach langer Zeit ohne Artikel, gibt es nun wieder etwas. Ich muss im Moment relativ viel für die Uni machen und Nathalie hilft mir, aber ein Eintrag ist schon zu lange her!

Nachdem wir unseren ersten Abend in Labuanbajo mit lecker Essen, viel Trinken und Tanzen zu Ende gebracht haben, ging es für uns am nächsten Morgen aufs Wasser. Wir hatten ein Boot für 2 Tage inclusive Captain, 2 Crewmitgliedern, die auch fürs Essen gesorgt haben und einer Übernachtung auf See :)

Unser erster Halt war Rinca/Rinja. Es ist eine kleine Insel zwischen Flores und Komodo. Rinca gehrt zum Komodo National Park und ist eine der Inseln auf der Mann Komodowarane antreffen kann. Rinca sah auf der ersten Blick irgendwie nach Steppe oder Tundra aus.

Auf den zweiten Blick immer noch. Man kann jetzt nur das Meer sehen und die Bucht in der unser Boot lag :)

Wir hatten viel Glück, denn direkt am Camp waren ca. 15-20 Komodowarane, die das Essen auf der Küche rochen.

Am Tag zuvor waren nur sehr wenige dort. Die Warane werden nicht gefüttert und kommen sonst nicht in Scharen zur Küche. Komodo Dragons, wie sie auch genannt werden, sind gefährliche Tiere, da man, nach dem man gebissen worden ist, an den Bakterien und an dem Gift stirbt. Also haben wir uns natürlich ganz rollkühn verhalten und gerne den Ranger in unsere Gruppe aufgenommen. Wir hätten auch keine andere Wahl gehabt :D Komodowarane auf Rinca essen unter anderem auch Büffel. Sie liegen die meiste Zeit regungslos herum, also die Warane nicht die Büffel ;) Beissen dann blitzschnell das vorbeilaufende Tier und warten dann nur noch bis es verendet. Sie können Aas auf ca. 5km riechen und sind bis zu 30 km/h schnell auf Ihren Stummelbeinen. Also weglaufen hilft nicht viel und wenn dann auch nur im Zickzack. Wenigstens das können sie nicht! Wir waren hellauf von den Komodowaranen begeistert. Also Wir, dass sind Jens, Heiko und ich. Nathalie hatte eine Heidenangst oder einen Heidenrespekt vor den “Viechern”. Frauen während der Menstruation ist auch angeraten, die Ranger darüber zu informieren. Denn wie schon erwähnt haben die Warane eine unglaubliche Zunge mit der sie noch unglaublicher riechen können! Wir haben eine kleine Wandertour über Rincas Hügel gemacht, aber konnten keine weiteren Bestien ausmachen. Aber ein ein schönes Motiv für eins unserer vielen Fotos :P

Die schon besagte Abneigung unseres weiblichen Forschungsmitglieds, führte leider nur zu 3 weiteren Motiven und nicht zu 4.

Nachdem wir wieder sicheren Bootsboden untern den Füßen hatten, ging aufs in nächste Abenteuer.

Diesmal unter Wasser! Gerüstet mit Taucherbrille, Schnorchel und Flossen haben wir die Tierwelt am Pink Beach erforscht. Pink Beach deshalb, weil die Korallen dort den Eindruck erwecken, der Strand sei pink/rosa. Hier ein paar Unterwassereindrücke.

Und dann kam einer dieser Momente die man immer wieder gerne erzählen wird!

So begab es sich nach einiger Zeit im Wasser, dass Jens H. sich ein wenig abseits der anderen aufhielt und ausser Hörweite von Nathalie war. Sie erreichte jedoch Heiko und Jens K. und erzählte Ihnen von zwei unglaublichen FISCHEN! Die beiden wollten gerne wissen wie sie denn aussähen und wo sie wären. Nathalies Erklärung war ca. folgende:

“Naja es ist wie ein Ball mit Rock und Einhörnern.” Jawohl, die Mehrzahl von Einhorn sind mehrere Einhörner!

Da die beiden Bälle in Ihren Röckchen und den vielen Einhörnern natürlich nicht gut schwimmen können, waren sie noch unmittelbar an der zuvor gesichteten Stellen. Die in Meeresbiologie äußerst geschulten Jungs identifizierten den Fisch/Ball. Es war kein Fisch als solcher, sondern ein Kopffüßer. Besser gesagt es waren zwei Kalmare/Calamari. Ein jeder doppelt so groß wie ein menschlicher Kopf. Da Jens H. jedoch erst später davon erfuhr, als die Bälle schon weg waren – wahrscheinlich einen Spiegel aufsuchen, um sich selbst mit der Beschreibung zu vergleichen – hat er sie nicht zu Gesicht bekommen. Zunächst!

Nathalie erzählte auch mir von den Bällen und dass es doch Calamari seien :) Da wir jetzt schon seit längerem im Wasser waren, schwamm Nathalie zurück zum Boot, wo der Captain sich erkundete, ob es denn auch interessante Sachen zu sehen gäbe. Nachdem Nathalie ihm voller Freude von den Calamaris erzählt hatte, bekam der Captain doch recht große Augen für einen Asiaten. Auf sein Fragen hin, bestätigte Nathalie ihm, dass sie noch wüsste wo sie die Kalmare gesehen hätte. Den Captain hatte die Jagdlust gepackt! Er erklärte, dass die Calamari sich eher von der Stömung treiben lassen und wohl noch irgendwo dort seien. Nach kurzer Absprache sind Heiko und ich mit einem Bambusstock bewaffneten Crewmitglied ins Wasser und haben die beiden Gejagten gesucht bzw. die beiden Gesuchten gejagt. Heiko und ich waren aber nur mit der üblichen Ausrüstung bewaffnet. Also garnicht.

Nach längerem Suchen fand ich die beiden Kalmare im Wasser schweben und rief Heiko herbei, der dann auch unseren Jäger mitbrachte. Der erste Stoß prallte am Panzer ab. Selbst ich habe nicht gewusst, dass die einen Panzer haben! Der Getroffene drehte sich ein bisschen benommen und schwomm ein wenig weiter. Der zweite Stoß saß und die erste Tintenfontäne stieß ins Wasser. Der Fang wurde aus dem Wasser gehoben und eine zweite Fontäne schoss ca. 3 Meter in die Luft! Heiko und ich haben uns die ganze Zeit wie zwei kleine Kinder gefreut. Es war aber auch aufregend! Ein einmaliges Erlebnis. Der Fang wurde aufs Boot gebracht und in dem Eimer änderte der Gefangene noch seine Farbe und fing an einigen Stellen rot zu leuchten an. Den zweiten haben wir nicht mehr bekommen.

Wegen einsetzendem Regen und untergehender Sonne blieben wir vor Anker und verbrachten unsere Nacht vor Pink Beach.

Am nächsten Tag gingen wir bei Komodo an Land. Komodo ist viel schöner als Rinca und hat auch wesentlich mehr Vegetation.

Wir haben zwar nicht so viele Warane gesehen wie auf der anderen Insel, aber dafür einen größeren! Der Ranger meinte es liege an der Nahrung, da die Warane auf Komodo wilde Pferde verspeisen. Woran es auch immer liegen mag, das Ding war zwischen 2,5 und 3 Metern lang.

Ein wagemutiges Foto zu viert!

Da Nathalie zwar weniger Angst, aber immer noch viel Respekt hatte, sieht man sie hier leider nur von hinten.

Das ist auch sicherer. Nicht dass wir später mal so aussehen und nur Knochen, Haare und Zähne von uns übrig bleiben, wie von diesem Opfer hier.

Nach wir dann noch ein paar schöne Augenblicke auf Angel Island hatten waren wir dann am Abend wieder zurück in Labuanbajo und es folge ein legendärer Abend! LEGEN – wait for it – DARY! Ort des Geschehens war wieder der Paradise Club, der seinen Namens zurecht trägt.

Um es kurz zu fassen: Es war bisher einer der besten Abende unseres Lebens. Da wir schon ein paar der Locals von dem Abend zuvor kanten und auch noch einige bekannte deutsche Studenten hinzustießen fehlte es uns nicht an guter Partylaune. Dino sorgte wieder für ein ordentliches Mal und da wir mit Bier schon um 18/19 Uhr anfingen und es dann auch mit unserem Arak weiterging, ging uns die Puste auch rechtzeitig aus, um am nächsten Tag noch einigermaßen gut aus dem Bett zu fallen.

Apropos nächster Morgen. Da stand ja unsere 24 stündige Reise per Fähre und Bus über Sumbawe bis nach Lombok an. Nie wieder, aber dazu mehr im nächsten Blogeintrag ;)

Flores die dritte!


2010
06.10

Jens bloggt:

Tadda! Da sind wir wieder :) Es folgen nun die letzten Tage unserer Tour mit Dino!

Als wir in Bajawa angekommen sind, haben wir uns erstmal im Edelweiß niedergelassen!

Kurz unsere Sachen ins Zimmer geworfen uns ein bisschen umgesehen und dann ging es kurze Zeit später los zur heißen Quelle. Davon haben wir leider keine Fotos, da es stockdunkel war und Kameras und Baden sich meistens schlecht verträgt. Deshalb muss meine Erinnerung hier genügen. Zu dieser heißen Quelle kommen auch die Einheimischen um sich nach Sonnenuntergang zu waschen. Mittags ist es nämlich viel zu heiß. Das Wasser ist über 30° C warm und es quillt zwischen den Steinen am Boden heraus. Und da die Quelle die ganze Zeit für neues Wasser sorgt, konnten wir uns ohne Probleme mit Shampoo und Duschgel waschen und ich muss euch sagen, es was das beste Bad meines Lebens. Die Quelle ist von Bäumen umgeben und am Himmel scheint der Mond. Und nach einer langen Autofahrt kann man sich garnichts besseres vorstellen. Es ließ sich auch erstaunlich gut schlafen ;)

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück und täglicher Ration Malariatabletten auf den Weg nach Bena Village, einem Dorf in dem noch ganz “ursprünglich” gelebt wird. Die Dorfgründer sind nach Männer und Frauen aufgeteilt und für jedes Gründungsmitglied gibt es gewisse Häuser auf dem Platz. Ob Mann oder Frau, das kann man an den Hütten erkennen. An manchen bewohnten Hütten am Rand kann man sehen, ob die von den Nachfahren einer Frau oder einen Mannes stammen. Ganz genau weiss man es aber erst, wenn man beim alljährlichen Dorffest mitfeiert und man sehen kann, welche Familie zu welchen haus gehört. Die Ochsen- und Schweineschädel am Haus geben an, wie viele Tiere zum Hausbau geopfert wurden. In Bena haben wir uns auch den einen oder anderen Ikat-Schal(Sarong) gekauft.

Die nächste Station war eine Arakbrennerei zwischen Bajawa und Ruteng. Naja Brennerei, stellt Euch nicht zu viel darunter vor. Am Straßenrand wir selbstgebrannter Arak verkauft. Nachdem so viele Menschen an schlechten Arak auf Bali gestorben sind, waren wir ein wenig vorsichtig. Aber nach Absprache mit Dino und vielen Erklärungen zur Produktion haben wir dann doch eine 1,5 l Flasche für 100.000 Rupia gekauft. Sagenhafte 8,50 Euro für 1,5 l Schnaps! Dino hat uns dann später in Labuanbajo leckere Cocktails daraus gemixt und wir haben keine bleibenden Schäden davon getragen. Bis jetzt zumindest nicht erkennbare ;)

Nach dem erfolgreichen Promillekauf ging es für uns zu unserer nächsten Station: Ruteng! Dort haben in einer Nonnenschule/kloster übernachtet. Es war das sauberste Zimmer und es hatte warmes Wasser. Die Betonung liegt auf hatte! Es hätte zumindest am nächsten Morgen auch heisses Wasser für die Herren gegeben, wenn Nathalie es bei Ihrer Dusche nicht allzu lange genossen hätte :D Wir hätten es auch gar nicht bemerkt, wenn Nathalie beim Frühstück nicht voller Freude den Raum mit folgenden Worten betreten hätte: “Voll cool! Heißes Wasser und Druck!” Unsere Gesichter hättet Ihr sehen müssen…

Am Abend zuvor hatten einige von uns ein kulinarisches Highlight. Es gab und bitte nicht allzu sehr verurteilen, Hund. Damit alle, die nun erschrocken, erbost oder in sonst einer Weise enttäuscht sind, etwas beruhigt werden: Hunde sind hier ganz anders als in Deutschland. Nicht unbedingt der beste Freund des Menschen :P Ich für meinen Teil musste es einfach mal probieren und hätte wohl auch nicht mehr so oft die Chance dazu gehabt. Die Zubereitung gefiel mir gar nicht. Das Fleisch war wegen der Zubereitungstechnik mit Knochensplittern vermengt und es war schlimmer als Greten beim Fisch. Zu dem gefiel mit die Soße auch nicht. Ich werde hier auf Bali wohl noch ein anderes Rezept ausprobieren.

Bevor wir uns weiter auf den Weg machten, haben wir uns noch mit Kaffee aus Flores eingedeckt und den mit Abstand besten Kakao meines Lebensgetrunken! Der wäre was fürs BadenBaden! Miguel, wir können den Kontakt herstellen ;)

Der Weg führte uns zu den Spiderweb Ricefields. Jede Familie besitzt Ihr eigenes Feld und beim Erbe wird das Feld wird unter den Kindern aufgeteilt. Somit entstehen immer feiner Spinnennetze. Der Platz in der Mitte bleibt immer frei, denn dort finden immer die Zeremonien statt.

Am Ende unsere flores-overland Reise sind wir in Labuan Bajo angekommen. Der größten Stadt im Westen Flores. Dort haben wird eine geile Party gehabt. Ein schöner Ausklang unserer Landreise! Es folgen ein paar visuelle Eindrücke. Der nächste Eintrag wird dann von Rinca, Komodo und unseren Seefahrtsabenteuern handeln :)

Dino, Paga Beach, Moni, Kelimutu


2010
05.27

Jens bloggt:

Heute haben Heiko, Jens, Maik und Isabell wieder den Rückweg nach Deutschland angetreten, Nathalie ist seit Montag in Australien und ich finde Zeit zu bloggen und merke, dass es jetzt doch schon ein wenig einsam ist. Deshalb stürze ich mich in die Zeit, als die meisten noch bei mir und wir in zusammen woanders waren. Nämlich auf Flores. Im letzten Eintrag waren wir noch in Maumere und hatten mit Valentino einen schönen Montag (09.05) verbracht und ich hatte Euch schon ein wenig von Dino erzählt. Jener Fahrer, der uns schon am Flughafen angesprochen hat und bei dem wir kurze Zeit später ein Tour durch Flore gebucht hatten. Zu Anfang sehr suspekt, aber zum Schluss alles andere!

Falls es Euch einmal nach Flores verschlagen sollte, schaut vorher mal auch www.flores-overland-online.com

Dino holte uns überpünktlich und das nicht nur für einen Indonesier, sondern auch für einen Deutschen, an unserem Hotel ab. Wir waren uns noch immer nicht ganz sicher, wie wir Ihn einschätzen sollten, da er uns am Vorabend auch zum Barbeque eingeladen hat, aber wir mangels Energie und unserer Unsicherheit abgesagt hatten. Wir sind ja auch schon um 5.30 wegen dem Sonnenaufgang aufgestanden und sind deshalb relativ früh ins Bett. Wir hätten lieber zu Dino gehen sollen… Naja, hinterher weiss man immer mehr. Bevor wir an unserem ersten Ziel angekommen sind, hielt uns schon eine Reifenpanne auf. Wir fragten Dino wie oft das passiert und wir hatten das Glück dieses eher seltene Erlebnis eines platten Reifens mitzubekommen. Zum Glück waren wir noch nicht weit gekommen und es ging sehr schnell. Von weiteren Pannen blieben wir dann während unserer Reise verschont. Während der Reparatur, bot uns die Familie am Strassenrand ein, sich uns zu Ihnen zu setzten. Man holte uns sogar extra einen weiteren Stuhl vom Nachbarn. Ich besserte ein wenig meine indonesisch Kenntnisse auf und wir lernten mehr über die Flora. Papayas, Mangos, Macademia Nüsse und viele weitere Bäume standen in unmittelbarer Nähe.

Unsere erste Station war Paga Beach. Ein sehr schöner Strand mit, wie sollte es auch anderes sein, türkisfarbenen Wasser und einem menschenleeren Strand! Dort haben wir erstmal leckeres indonesiches Essen mit Blick aufs Meer gehabt.

danach ging es weiter nach Moni. Dort haben wir uns in unser Hotel eingecheckt und mit Dino zu Abend gegessen. Die Zimmer waren ok, aber schlechter als das, was wir gewohnt waren :) Das Essen war wieder sehr gut und es gab mehr als wir essen konnten.

Da wir noch nicht recht wussten, wie wir Dino einschätzen sollten und er es wohl merkte, nahm er nach dem Essen Abschied und wir spielten ein paar Runden Karten. Da wir nicht sehr müde waren, blieben wir recht lange auf. Ziemlich blöd, wenn man am nächsten Morgen um 4 Uhr aufstehen muss :) Zu dem Zeitpunkt dachten wir auch noch, dass Dino uns nicht wirklich nett bzw sehr langweilig fand. Dazu später mehr.

Wie gesagt ging es um 4 Uhr los und wir mussten erst einmal ein Stunde auf den Berg fahren und danach noch den restlichen Weg zu Fuß zurücklegen. Ein wenig anstrengend, aber es hat sich sehr gelohnt! Ich sollte vielleicht auch erwähnen, dass wir auch den Kilimutu gestiegen sind. Der Kelimutu hat 3 Kraterseen. Für die Einheimischen sind dort die Seelen der Toten. Ein See war ursprünglich weiss und ist jetzt schwarz. Dort sollen die Seelen der Hexenmeister sein. Wir haben den See leider nicht gesehen, da die ganze Zeit und wohl auch schon seit Tagen ein schwerer Dunst, ein Nebel über diesem Krater hing. Die beiden anderen Seen waren ursprünglich rot bzw. blau. Die beiden sind aber schon seit längerer Zeit dunkel türkis bzw. hell türkis. In dem blauen/hell türkisen See sind die Seelen der Jungfrauen und Kinder und in dem anderen die der Bösen. Die Seen sind alle säurehaltig und wechseln die Farben aus unbekanntem Grund. So war der Schwarze See vor ein paar Monaten einfach mal für 2 Wochen grün. Wir haben dort oben den Sonnenaufgang und die Seen beobachten. Es ist wirklich ein mystischer Ort. Wie gesagt, es hat sich gelohnt!

Nachdem wir ein wenig Schlaf nachgeholt haben, sind wir an einen Strand gefahren, an dem unermüdlich Vulkanische Steine angespült werden, die nass eine türkis und im trockenen zustand eher blau sind. Ich habe auch einen gefunden, der violett war und jetzt immer noch schwarz ist. Mal sehen, ob ich ihn wieder lila bekomme. Die Menschen sammeln die Steine und sortieren sie nach Farbe und Größe. Aus ihnen werden Mosaike und Fliesen gemacht.

Danach sind wir nach Endeh an der Südküste gefahren und haben kurz was gegessen und sind dann weiter nach Bajawa. Aber mehr von Bajawa beim nächsten Eintrag :)

PS: heute ist der erste Tag, an dem es ununterbrochen die ganze zeit regnet!

Long time no blog…


2010
05.24

Jens bloggt:

Hallo, schön Euch wieder schreiben zu können! Der Semesterbreak ist vorbei und Nathalie ist heute nach Australien geflogen. Heiko, Jens, Isabel und Maik werden am Donnerstag wieder nach Deutschland zurück fliegen. Dann bin ich wieder “allein”. Wird bestimmt ein komisches Gefühl. Aber davon mehr, wenn es soweit ist! Jetzt erst mal der Vergangenheit widmen!

Dann lasst uns mal zum 8. Mai 2010 zurück gehen. Wir sind morgens mit dem Taxi zum Flughafen und von dort mit einer Rostlaube von Batavia Air nach Maumere, Flores geflogen. Wir sollten eigentlich von unserem Hotel abgeholt werden, aber wir wurden nur von Valentino begrüßt, den ich hier auf Bali kennengelernt habe. ein unheimlich netter und freundlicher Mensch. Er hat englische Literatur an der Udayana Universität studiert und möchte sich jetzt sein Hobby Fotografie zum Beruf machen. Neben Valentino drängten sich auch unheimlich viele “Taxifahrer” um uns. Transport, Transport hörte man nicht gerade selten. Am Gepäckband wurden wir aber auch schon von Dino angesprochen, der uns letztlich auch zum Sea World Club fuhr uns und nach unseren Plänen auf Flores aushorchte. Er wunderte sich, dass wir 5 Tage im SWC nächtigen wollten, da es teuer ist und die Sehenswürdigkeiten auf Flores sehr schwierig von dort zu erreichen sind. Wir waren etwas skeptisch, aber haben uns sein komplettes Angebot zeigen lassen und haben uns letztendlich dafür entschieden, nur 2 Nächte im SWC zu bleiben. Den ersten Tag zur Erholung, den zweiten um mit Valentino Maumere zu erkunden und ab dem dritten würden wir mit Dino quer durch Flores bis nach Labuanbajo im Westen der Insel fahren. Diese Entscheidung erwies sich als beste, die wir hätten wählen können. Dazu später mehr von Nathalie oder mir. Den Sea World Club können wir aufgrund des schlechten Essens nicht empfehlen, aber die Nächte waren wirklich gut.

09. Mai 2010

Wir sind extra um 5.30 aufgestanden, damit wir von unserem Beach Front House die 5 Meter ins Meer gehen konnten und den Sonnenaufgang im Wasser beobachten konnten! Nach dem ernüchternden Frühstück, ging es dann um 8 los durch Maumere. Wir fuhren zuerst ins “Gipsy Village”. Im Norden von Maumere haben 2 Volksgruppen aus Sulawesi, die auch 2 verschiedene Sprachen sprechen(sich aber Bahasa Indonesia verständigen, wie es in ganz Indonesien möglich ist) und Ihre Hütten auf Stelzen im Meer gebaut haben. Es sieht alles sehr arm und schmutzig aus. Dort fühlte ich mich das erste Mal als Tourist, der die Welt erkundet. Es waren keine anderen Touris dort und man wurde etwas komisch angeguckt, da die Menschen nur selten Weisse zu Gesicht bekommen. Dieses Verhalten begleitete uns auf der gesamten Fahrt durch Flores. Aber wir wurden immer freundlich mit “Hello Misses” begrüßt :) Heiko auch gerne mal mit “Hello Missy”!

Nachdem wir das Dorf ein wenig erkundet haben, fuhren wir zu einem von Valentinos Lieblingsplätzen. Dort sein wir auf einen kleinen Berg mit Kreuz gestiegen und haben oben eine kleine Pause gemacht und diese für diverse Fotos genutzt.

Danach sind wir zu einer übergroßen Mariastatue gefahren, die man schon sehr gut als weissen Strich aus großer Entfernung sehen kann. Es ist ein schön angelegter Leidensweg Jesu der von der Mariastatue bis zu einem anderen Ort in den Bergen führt. Man hat von der Statue einen wunderbaren Ausblick über Maumere. Man kann sogar das Gipsy Village gut erkennen.

Als die Zeit des knurrenden Magens kam, haben wir uns Essen mitgenommen und sind zum Strand gefahren, an dem damals die Portugiesen das erste Mal auf Flores gelandet sind, und haben dort gegessen. Ein besserer Ort hätte es nicht sein können.

Der Strand befindet sich im Süden bei Sika. Das Dorf Sika gilt als Ursprung der Sprache Sika. Es gibt neben Sika noch 4 weitere Sprachen auf Flores und über 60 Dialekte. Die Menschen verständigen sich aber mit Bahasa Indonesia. Valentino spricht Sika, Bahasa, Englisch und Deutsch, da er 1 Jahr in Hannover wegen einen Praktikums war. In Sika steht auch noch eine alte portugiesische Kirche. Flores ist hauptsächlich christlich geprägt, wobei der Animismus aber trotzdem noch praktiziert wird. Die Menschen sind wie gesagt sehr nett und als Weisser ist man schnell der Mittelpunkt, wenn man sich ausserhalb der Autos bewegt.

Wir hatten einen schönen Tag und sehr schöne erste Eindrücke von Flores. Die weiteren Eindrücke und Erlebnisse mit Dino werden wir den nächsten Tagen bloggen.

Es bleibt daher erstmal nur zu sagen: Danke Valentino! Wir bleiben in Kontakt!