Nathalie bloggt:
Nach einer Woche auf der Hauptinsel Fijis hieß es in der zweiten Woche: MANA ISLAND! Mana Island ist eine der 332 Fiji Inseln, allerdings eine der 110 bewohnten Fiji Inseln
Morgens um neun saßen Jens und ich abreisefertig in unserem Bambushüttenhostel und warteten auf unseren Fahrer, der uns zum Hafen bringen sollte, von wo aus unser Boot ablegen würde. Als dieser sich gegen halb zehn immer noch nicht hatte blicken lassen, wurden wir nun doch ein wenig nervös, zumal wir keine Ahnung hatten um wieviel Uhr unser Boot ablegen sollte, denn auf Fiji gilt den ganzen Tag lang Fiji Time! Ein Traum für alle – mich eingeschlossen – die gerne mal das akzeptierte akademische Viertel auf eine eher unakademische Stunde ausweiten
Jens der das akademische Viertel gerne mal vor die verabredete Zeit stellt, wandte sich daraufhin an den vor unserem Hostel wartenden Taxifahrer der ihn dann Richtung Strand dirigierte. Am Strand traf Jens auf den Besitzer unseres Hostels auf Mana Island, der uns gerade in unser Hütte abholen wollte. Pick-up heißt demzufolge also nicht zwangsläuig immer mit dem Auto, sondern auch gerne mal zu Fuß, wenn der Strand direkt vor der Tür liegt
Nachdem wir dann also die 50 Meter zwischen Hütte und Strand zurückgelegt hatten, mussten wir noch ungefähr 30 Minuten auf unser kleines Speedboat warten, welches uns in unser kleines Paradies bringen sollte.
Mit dem Boot ging es dann in rasanter Geschwindigkeit weg vom Festland und vorbei an traumhaften kleinen Inseln. Unser erster Stopp war Bounty Island eine klitzekleine Insel mit weißem Sand, türkisem Wasser und einem einzigen Resort. Dort setzten wir drei abenteuerlustige ‘kleine’ Mädchen ab und sausten dann weiter zur Insel W…irgendwas, deren Namen ich leider vergessen habe und die so klein ist, dass auch google Schwierigkeiten hat diese zu lokalisieren
, wo wir von singenden und bis über beide Ohren grinsenden Fijianern begrüßt wurden
Nach einem kleinen Zwischenaufenthalt von 15 Minuten ging es dann weiter und unser kleines Paradies war nur noch weitere 20 Minuten Bootsfahrt entfernt!
Auf Mana Island angekommen haben wir erst einmal Chrissi und Carol wiedergetroffen. Die beiden hatten wir bereits auf der Hauptinsel kennengelernt. Tatsächlich sind wir sogar mit Ihnen zusammen von Neuseeland nach Fiji geflogen und haben den Airportshuttle mit Ihnen geteilt. Zum ersten Mal seit Bali haten Jens und ich das Vergnügen eines eigenen Zimmers, da wir die meißte Zeit auf Reisen in den größten Hostelzimmern, so genannten dorms, schlafen, da am günstigsten. Aber auf Fiji konnten wir uns dann doch wieder ein eigenes Zimmer “leisten”, da Fiji das zweitgünstigste Land unserer Reise ist. Unser Zimmer war spärlich aber ausreichend (es gab ein Doppelbett nebst zweitem Bett und Tisch) ausgestattet. Das Beste an diesem Zimmer aber war der phänomenale Blick auf den Ozean!
Nachdem wir es uns in unserem neuen Zuhause gemütlich gemacht hatten, gab es auch schon Lunch. Wir hatten unser Zimmer inkl. Frühstück, Lunch und Dinner gebucht, was aber anders gar nicht möglich gewesen wäre, da es auf Mana Island weder einen Supermarkt noch einen Kiosk gibt. Die einzige Möglichkeit zur Nahrungsaufnahme bot das Resorthotel, welches wir als Backpacker nicht betreten sollten oder die Variante einer einseitigen Kokosnussdiät
Nach dem Essen haben wir uns erst einmal in die türkisblauen Fluten gestürzt! Das Wasser war pisswarm, konnte demnach für keine Abkühlung sorgen und dennoch war es einfach herrlich. Nachdem wir uns von der Sonne trocknen lassen hatten, versuchte Jens mir eine Kokusnuss von den Palmen vor unserer Tür zu pflücken. Nachdem sein Versuch die Palme zu erklimmen jedoch kläglich scheiterte übernahm Carol diese Aufgabe, der ein paar Inseltage mehr auf dem Buckel hatte und dementsprechend erfahrungsmäßig einem Robinson Crusoe schon sehr ähnelte
Das Knacken der Kokusnuss stellte sich schweißtreibender als gedacht heraus und es dauerte gute 15 Minuten bis die Kokusnuss verzehrfertig war
Und dann hieß es nur noch genießen…die Kokusnüsse waren wirklich unheimlich gut
Am Strand genossen wir dann zu viert bzw. zu vielen aufgrund der um uns herum spielenden fijianischen Kinder einen traumhaften Sonnenuntergang und dekorierten die am Strand streunenden und schlafenden Hunde mit Kokusnussschalen…was man halt so macht mit zu viel Zeit auf einer kleinen Insel
Nach dem Abendessen haben wir dann zu viert am Strand Karten gespielt und wurden dann von ein paar Locals zum Kava trinken eingeladen! Alles in allem ein rundum perfekter Tag im Inselparadies! Überzeugt euch selbst