Archive for the ‘Fiji’ Category

Keine Haie, großer Fisch


2010
10.23

Nathalie bloggt:

Am zweiten Tag ging es nach dem Frühstück wieder direkt an den Strand…na ja, jeden falls die 3 Schritte die dieser vom Zimmer entfernt war :)

Jens verbrachte seine Zeit damit herauszufinden, was man denn so alles aus einem Palmenblatt basteln könnte und heraus kam eine königliche Palmenkrone! Der Hund wurde zur Abwechslung mal mit Sand und nicht mit Kokusnussschalen dekoriert und die beiden Jungs spührten ihren,verstärkt durch das Inselleben, hervorgerufenen inneren Jagdinstinkt und machten sich daran aus Plastikkanistern und Brotstücken Fischfallen zu bauen und falls dieses nicht gelingen sollte, schnitzten sie sich vorsichtshalber auch direkt mal ihre eigenen Holzspeere, die übrigens sehr gut gelungen sind, inkl. Widerhaken :)

Nach dem Lunch liehen wir uns dann Schnorchelequipment im Hostel und nahmen zum Schnorcheln die selbstgebastelten Fischfallen mit ins Meer. Beim Schnorcheln entdeckten wir viele kleine Fische und sogar eine Seeschnecke (jedenfalls vermuten wir das es eine war, doch wer die Calamari-Geschichte in diesem Blog kennt, der sollte sich fischtechnisch wohl eher weniger auf mein Urteil verlassen :) ) Nach 45 Minuten im Wasser hatte ich das dringende Bedürfnis auf Klo zu gehen und kaum war ich wieder im Wasser berichteten mir die Jungs, dasss sie den größten Fisch des Tages gesichtet hatten. War ja klar, dass der genau dann vorbeischwimmen muss,wenn ich auf dem Klo sitze :/

Vor dem Abendessen waren wir dann doch noch im lokalen ‘Souvenirshop’ einkaufen und haben wunderschönen Muschel- und Haifischzahnschmuck erstanden :) Shoppen auf InselART!

Abends haben wir uns die Zeit wieder mit Karten spielen am Starnd vertrieben und später noch ein wenig am Lagerfeuer gechillt bis wir dort am Strand fast eingeschlafen sind. Und so war der zweite Tag auf der Insel leider auch schon wieder vorbei!

Mana Mana Beep beep beepbeep beep mana mana beep beepbeep beep :D


2010
10.23

Nathalie bloggt:

Nach einer Woche auf der Hauptinsel Fijis hieß es in der zweiten Woche: MANA ISLAND! Mana Island ist eine der 332 Fiji Inseln, allerdings eine der 110 bewohnten Fiji Inseln :)

Morgens um neun saßen Jens und ich abreisefertig in unserem Bambushüttenhostel und warteten auf unseren Fahrer, der uns zum Hafen bringen sollte, von wo aus unser Boot ablegen würde. Als dieser sich gegen halb zehn immer noch nicht hatte blicken lassen, wurden wir nun doch ein wenig nervös, zumal wir keine Ahnung hatten um wieviel Uhr unser Boot ablegen sollte, denn auf Fiji gilt den ganzen Tag lang Fiji Time! Ein Traum für alle – mich eingeschlossen – die gerne mal das akzeptierte akademische Viertel auf eine eher unakademische Stunde ausweiten :D  Jens der das akademische Viertel gerne mal vor die verabredete Zeit stellt, wandte sich daraufhin an den vor unserem Hostel wartenden Taxifahrer der ihn dann Richtung Strand dirigierte. Am Strand traf Jens auf den Besitzer unseres Hostels auf Mana Island, der  uns gerade in unser Hütte abholen wollte. Pick-up heißt demzufolge also nicht zwangsläuig immer mit dem Auto, sondern auch gerne mal zu Fuß, wenn der Strand direkt vor der Tür liegt :) Nachdem wir dann also die 50 Meter zwischen Hütte und Strand zurückgelegt hatten, mussten wir noch ungefähr 30 Minuten auf unser kleines Speedboat warten, welches uns in unser kleines Paradies bringen sollte.

Mit dem Boot ging es dann in rasanter Geschwindigkeit weg vom Festland und vorbei an traumhaften kleinen Inseln. Unser erster Stopp war Bounty Island eine klitzekleine Insel mit weißem Sand, türkisem Wasser und einem einzigen Resort. Dort setzten wir drei abenteuerlustige ‘kleine’ Mädchen ab und sausten dann weiter zur Insel W…irgendwas, deren Namen ich leider vergessen habe und die so klein ist, dass auch google Schwierigkeiten hat diese zu lokalisieren :) , wo wir von singenden und bis über beide Ohren grinsenden Fijianern begrüßt wurden :) Nach einem kleinen Zwischenaufenthalt von 15 Minuten ging es dann weiter  und unser kleines Paradies war nur noch weitere 20 Minuten Bootsfahrt entfernt!

Auf Mana Island angekommen haben wir erst einmal Chrissi und Carol wiedergetroffen. Die beiden hatten wir bereits auf der Hauptinsel kennengelernt. Tatsächlich sind wir sogar mit Ihnen zusammen von Neuseeland nach Fiji geflogen und haben den Airportshuttle mit Ihnen geteilt. Zum ersten Mal seit Bali haten Jens und ich das Vergnügen eines eigenen Zimmers, da wir die meißte Zeit auf Reisen in den größten Hostelzimmern, so genannten dorms, schlafen, da am günstigsten. Aber auf Fiji konnten wir uns dann doch wieder ein eigenes Zimmer “leisten”, da Fiji das zweitgünstigste Land unserer Reise ist. Unser Zimmer war spärlich aber ausreichend (es gab ein Doppelbett nebst zweitem Bett und Tisch) ausgestattet. Das Beste an diesem Zimmer aber war der phänomenale Blick auf den Ozean!

Nachdem wir es uns in unserem neuen Zuhause gemütlich gemacht hatten, gab es auch schon Lunch. Wir hatten unser Zimmer inkl. Frühstück, Lunch und Dinner gebucht, was aber anders gar nicht möglich gewesen wäre, da es auf Mana Island weder einen Supermarkt noch einen Kiosk gibt. Die einzige Möglichkeit zur Nahrungsaufnahme bot das Resorthotel, welches wir als Backpacker nicht betreten sollten oder die Variante einer einseitigen Kokosnussdiät :)

Nach dem Essen haben wir uns erst einmal in die türkisblauen Fluten gestürzt! Das Wasser war pisswarm, konnte demnach für keine Abkühlung sorgen und dennoch war es einfach herrlich. Nachdem wir uns von der Sonne trocknen lassen hatten, versuchte Jens mir eine Kokusnuss von den Palmen vor unserer Tür zu pflücken. Nachdem sein Versuch die Palme zu erklimmen jedoch kläglich scheiterte übernahm Carol diese Aufgabe, der ein paar Inseltage mehr auf dem Buckel hatte und dementsprechend erfahrungsmäßig einem Robinson Crusoe schon sehr  ähnelte :) Das Knacken der Kokusnuss stellte sich schweißtreibender als gedacht heraus und es dauerte gute 15 Minuten bis die Kokusnuss verzehrfertig war :) Und dann hieß es nur noch genießen…die Kokusnüsse waren wirklich unheimlich gut :)

Am Strand genossen wir dann zu viert bzw. zu vielen aufgrund der um uns herum spielenden fijianischen Kinder einen traumhaften Sonnenuntergang und dekorierten die am Strand streunenden und schlafenden Hunde mit Kokusnussschalen…was man halt so macht mit zu viel Zeit auf einer kleinen Insel :D

Nach dem Abendessen haben wir dann zu viert am Strand Karten gespielt und wurden dann von ein paar Locals zum Kava trinken eingeladen! Alles in allem ein rundum perfekter Tag im Inselparadies! Überzeugt euch selbst :)

Von der Südinsel auf die Südseeinsel!


2010
09.26

Nathalie bloggt:

Nachdem wir auf Fiji das Hostel innerhalb von vier Tagen dreimal gewechselt haben, chillen wir jetzt glücklich in der Bamboo Lodge. Die Bamboo Lodge erinnert wie der Name schon sagt an kleine Bambushütten. Wir verbringen unsere Tage vorrangig mit Nichtstun. Um 5 Uhr, wenn die Sonne langsam untergeht findet jeden Tag ein Volleyballmatch statt, gefolgt von einem super leckerem Abendessen, zubereitet von Julie, für fantastisch günstige 5 Fiji Dollar (ca. 2 €)!

Abends lesen wir oder trinken Kava zusammen mit den Locals :) Jens verbringt seine Zeit tagsüber damit, dass er sich selbst Ukulele und Gitarre spielen beibringt und ich bin meistens auf der Sonnenliege am 10 m entfernten Strand anzutreffen :D Morgen geht es für vier Nächte  auf die kleine Insel Manamit weißem Sandstrand und türkisem Wasser und seit Bali, das erste Mal wieder mit eigenem Zimmer :D Es ist wirklich sehr schön, wenn auch ruhig hier :) Aber verschafft euch am Besten selbst einen Eindruck!

Bula!


2010
09.22

Jens bloggt:

So, ich bin mal wieder an der Reihe. Wir sind gut auf Fidschi/Fiji/Veti angekommen und entgegen einer fälschlichen Meldung bei Facebook, sind wir auch noch immer hier und nicht wieder in Köln :)

Als wir in Fiji angekommen sind, hat uns die Hitze, wie auch in Bali, erstmal wieder überrascht. Es ist sehr heiß hier, obwohl es auf Höhe von Cairns liegt. Cairns warm heiß, aber Fiji ist heisser :P

Auf dem weg vom Flugzeug zum Gepäck hat uns schon blauer Himmel und die besagte Hitze begrüßt! Wunderschön :)

Im Gebäude noch vor dem Gepäckband, gab es dann noch eine zweite Begrüßung! :)

Wir haben ohne Probleme unser Visum bekommen, dass sogar für 4 Monate gilt. Leider bleiben wir nicht so lange :( Unser Weg führte dann mit dem Bus zu unserer ersten Unterkunft. Smugglers Cove. Wir haben 29 FijiDollar für die erste Nacht gezahlt, was ca. 11,50 EUR sind. Dafür haben wir ein 34 Betten Dorm bekommen, das allerdings immer 4 Betten mit Wänden von den anderen abgetrennt hat.  Auf dem Hochbett konnte man ganz locker an das anliegende Hochbett im nächsten “Kasten” sehen oder auch rübersteigen. Ansonsten ist es dort sehr nett. Wir haben am nächsten Tag aber doch das Hostel gewechselt. Nebenan ist direkt das Horizon. Es gehört zur Smugglers Cove, d. h. wir können die Laundry, die Kajaks und auch sonst die “Facilities” der Smugglers Cove benutzen. Zahlen aber für ein 14 Beddorm nur noch 15 FD, ca. 6 EUR. Dort haben wir es 2 Nächte ausgehalten und haben aber heute morgen ins Bamboo gewechselt. Wir zahlen auch 15 FD, aber sind in einem 8 Beddorm und haben kostenloses Internet. Der Besitzer Henry ist 27 und leitet das Bamboo seit 2 Wochen. Ein Glück für uns :) Er ist super lässig und eine coole Sau. Er lebt schon seit 3 Jahren in Fiji und wir wohl auch weiterhin hier bleiben. Hier kann man für 5 FD zu Abendessen. Zum Vergleich, im Horizon oder Smugglers Cove gehen die Beilagen ab 6 FD los. Fish and Chips gibt es für 18 FD. Das 5 FD Essen im Bamboo ist lecker und wie Ihr seht, im Vergleich auch günstiger. Noch haben wir nichts günstigeres gefunden. Doch, Fertignudeln für 0,5 EUR :) Ein Taxi in die “Stadt” kostet normal 6 FD, man darf ruhig auch 8 FD zahlen. Der Bus kostet hingegen nur 1,15 FD. Günstiger als die KVB! So sehen die Busse aber auch aus :) Ein wenig Balifeeling!

Was einen auch überrascht: Es gibt hier genauso viele Inder wie Fijis! Vor langer Zeit sind viele Inder nach Fiji ausgewandert und nun gehören sie dazu. Wirkt aber ein wenig komisch, da man sich zum Teil wie in Indien fühlt, obwohl ich noch nicht in Indien war! :D

Wie in Bali, so habe ich auch in Fiji schon viele Sachen gefunden, die ich mir in die Wohnung stellen würde, wenn ich noch ein paar hundert/tausend Euro übrig hätte. Dies ist eindeutig nicht der Fall :D Es gibt hier wunderschöne Holzschnitzereien. Waffen, kannibalisches Essbesteck und Teller für Gehirne – würde ich allerdings nur als Einrichtungsgegenstände benutzen ;) – und sonstige Schnitzereien und Schalen. So z.B. auch Schalen, die für das traditionelle Getränk Kava gebraucht werden. Kava ist das geriebene Pulver der Wurzel der Pfefferpflanze.  Früher haben es nur die Häuptlinge getrunken, später nur die Männer, während die Frauen fischen waren oder das Essen gemacht haben. Das hat sich natürlich nicht lange gehalten und heute kann es jeder trinken. Bevor man die Kokosschale mit der braunen Flüssigkeit erhält klatscht man einmal in die Hand, sagt Bula! und trinkt es dann auf ex! Die Zunge fühlt es sich danach ein wenig an, als ob man die betäubenden, grünen Lutschtabletten gegen Halsschmerzen genommen hat. Nur schmeckt es nicht nach Minze, sondern nach Erde. Nachdem man getrunken hat, muss man dreimal klatschen. Dann ist der nächste dran. Beim Wort Taki! wird eine Trinkrunde ausgerufen und jeder im Kreis muss trinken! Wir haben einige Runden mitgemacht und je mehr man trinkt, desto müder wird man. Kava betäubt nämlich nicht nur die Zunge, sondern mal den ganzen Körper. Wir haben Geschichten von Kavatrinkern gehört, die nur noch auf dem Boden vorwärts kamen, bzw. es versuchten. Hier nun ein paar Bilder :)