Nathalie bloggt:
Ich bin ja ne ganz tolle Blogschreiberin:-D Ganze drei Artikel habe ich in 5 Wochen fertig gestellt…Glanzleistung:-D Aber ich verspreche Euch, ich werde alles Versäumte nachholen, damit euch die Bettlektüre in den nächsten Wochen nicht ausgeht…
Fangen wir mit meinem Geburtstagswochenende an: Am Freitag dem 30.04. sind wir gaaaaaaaaaanz früh aufgestanden, um mit dem Boot auf die kleine Insel Nusa Lembongan zu fahren. Belohnt wurden wir allerdings mit einem grandiosen Sonnenaufgang.

Bei unserem Boot handelte es sich um ein Transportschiff für Lebensmittel, welches für 5 EUR auch Touristen und Locals mitnimmt. Wir haben uns natürlich gleich oben auf das Deck gesetzt, um sowohl die Aussicht, als auch die Sonne zu geniessen. Wir das sind Jens, Kathi, Arthur, Steffi, Thorsten, Elena und ich. Arthur, Steffi und Thorsten sind Mitstudenten von Jens und Elena eine Freundin von Steffi, die hier ihren Urlaub verbracht hat.

Die Bootsfahrt fing harmlos an, doch der Wellengang wurde immer stärker, so stark, dass im unteren Teil des Bootes die Seiten geschlossen wurden, damit das Wasser nicht reinschwappt. Wir hatten oben auf dem Boot sehr viel Spaß und Jens ließ der Wellengang ins Land der Träume gleiten:-D
Am Hafen angekommen wurden wir von einem Pick-up Transporter abgeholt und über holprige Straßen in unser Hotel gebracht. Auf Nusa Lembongan bestehen die Straßen halb und halb aus Schotter und Betonstücken…ein Traum zum Rollerfahren;-)

Unser Hotel, das Wahyu war ein kleines süßes Hotel mit Pool und Restaurantterasse. Nachdem wir unsere Sachen in unseren Zimmern verstaut haben, haben wir uns erstmal ein ausgezeichnetes Frühstück gegönnt.

Gestärkt und gut gelaunt haben wir uns Roller ausgeliehen, um mit ihnen die Insel zu erkunden. Unser erstes Ziel war der Dreambeach. Dieser Strand hält absolut was sein Name verspricht. Gelegen in einer Bucht bietet er mit seinem türkisen Wasser einen wunderschönen Anblick und mit seinen großen Wellen jede Menge Spaß!


Weiter ging’s zur Devil’s Tear, einer Bucht, die Thorsten mit seinem Roller entdeckt hatte. Diese Bucht ist ganz besonders, da sie jede Welle, die in sie hineingespült wird mit einer riesigen Fontäne zurück ins Meer stößt. Jedoch sind die Wassertropfen so fein, dass sich mit jeder zurückgestoßenen Welle über der Bucht ein Regenbogen bildet. Wahnsinnig schön!

Bei der weiteren Rollerfahrt stießen wir auf Captain Good (kein Scherz, der hieß wirklich so), der Schnorcheln und Mangroventouren anbat. Nachdem wir ihm Sprit für unsere Roller abgekauft haben, buchten wir zudem auch eine Tour zum Schnorcheln für den nächsten Tag, meinen Geburtstag.


Langsam wurde es dunkel auf der Insel und bei der weiteren Erkundung entdeckten wir eine ziemlich wacklige Brücke, die wir aber natürlich mit unseren Rollern hinübergesaust sind, wobei das laute Knacken der Brücke und die fehlenden Holzplanken für ein wenig Herzklopfen sorgten. Aber diese Fahrt im Sonnenuntergang war wirklich toll. Den restlichen Sonnenuntergang haben wir dann am Sunsetbeach genossen.

Zurück im Hotel haben wir uns erstmal in den Pool gechillt und dann dort noch zu Abend gegessen. Lustig war, dass der Küche ziemlich viele Zutaten für unser essen fehlte und immer wieder einer von der Küchencrew verschwand um bei den benachbarten Hotels und Häusern, die Lebensmittel zusammen zu sammeln. Aber im Endeffekt haben wir wirklich auch alles bekommen was wir bestellt haben.
Meinen Geburtstag habe ich glaube ich zum ersten Mal in den letzten 20 Jahren verschlafen, da wir echt alle um zehn schon ziemlich in den Seilen hingen. Aber was wird das hier auch immer schon um halb sechs dunkel?:-D Kein Wunder dass man um zehn Uhr denkt es wäre mitten in der Nacht oder bin ich etwa wirklich alt geworden?:-P
Nachdem ich alte Frau nun meinen erholsamen Schlaf hinter mir hatte wurde ich von Jens erstmal mit einem total tollen Geburtstagsfrühstück überrascht. Es gab Käse-Tomaten-Omelette, Joghurt, Früchte, einen unschlagbaren Lemon Juice und Blumen. Danke Mr Pepper für diese schöne Überraschung:*

Nach dem Frühstück ging es direkt wieder zum Dreambeach, wo wir dieses Mal auch zahlreiche Kommilitonen von Jens trafen. Um 12 Uhr sollten wir in unserem Hotel zum Schnorcheln abgeholt werden, Captain Good ließ sich jedoch nicht blicken. Die Locals halfen uns dann seine Telefonnummer ausfindig zu machen, so dass er wenig später mit einem (!) Roller vor unserer Tür stand um uns sieben (!) Leutchen abzuholen. Wie das funktioniert fragt ihr euch? Nun ja, wenn man zu Dritt ohne Helm über halbgeteerte Straßen auf einem Roller fährt kann das schon ganz gut funktionieren, jedoch stellen rechts fahrende Europäer auf Fahrrädern eine erhebliche Gefahr da und so geschah es dass ich mit Jens und meinem Captain auf dem Roller in den polnischen Fahrradfahrer fuhr. Uns ist zum Glück nichts passiert, aber unser polnischer Freund blutete auf jedem einzelnen Zeh, entschuldigte sich jedoch zugleich, da das Fahren auf der rechten Seite in Indonesien ja eher doch eine schwierige Angelegenheit darstellt.
In Captain Goods Hütte angekommen verlor ich mein Herz an Kade, einem neunjährigen unglaublich süßem Mädchen. Sie bewunderte die Frühstücksblumen in meinem Haar und bezeichnete sie als “Chantik”, was wunderschön bedeutet. Ich gab Kade meine Blüten und befestigte sie in ihrem Haar, worüber sie sich unheimlich freute. Sie brachte mir noch ein paar Wörter auf indonesisch bei und ich ihr deutsche. Die Kinder hier sind wirklich unheimlich süss. Nicht nur, dass sie meistens sehr hübsch sind, sie freuen sich auch so sehr über Kleinigkeiten, dass man sich einfach nur mitfreuen kann:-D

Das Schnorcheln war wirklich sehr schön. Ich war zum ersten Mal schnorcheln und habe glaube ich jeden einzelnen Fisch aus “Findet Nemo” in Natura gesehen. Der Captain ließ uns an zwei verschiedenen Stellen schnorcheln und Jens und Thorsten konnten gar nicht genug kriegen.

Abends wollten wir dann wieder zurück nach Bali, doch die öffentlichen Boote fahren jeweils nur einmal am Tag und zwar morgens. Wir konnten jedoch zwei Locals überreden uns zu einem etwas erhöhten Preis mit ihrem Transportschiff nach Bali zu fahren. Das heißt, wir hatten zu siebt unser eigenes Boot, welches uns mit einem traumhaften Sonnenaufgang nach Bali fuhr.


Zurück in Bali haben wir dann Heiko und Jens am Flughafen abgeholt und sind mit ihnen direkt zur nächsten Hausparty bei Jens Komilitonen gestartet. Einen schöneren Abschluss hätte es für meinen Geburtstag nicht geben können.
Danke an alle, die diesen Tag zu etwas ganz Besonderem für mich gemacht haben!