Archive for September, 2010

Von der Südinsel auf die Südseeinsel!


2010
09.26

Nathalie bloggt:

Nachdem wir auf Fiji das Hostel innerhalb von vier Tagen dreimal gewechselt haben, chillen wir jetzt glücklich in der Bamboo Lodge. Die Bamboo Lodge erinnert wie der Name schon sagt an kleine Bambushütten. Wir verbringen unsere Tage vorrangig mit Nichtstun. Um 5 Uhr, wenn die Sonne langsam untergeht findet jeden Tag ein Volleyballmatch statt, gefolgt von einem super leckerem Abendessen, zubereitet von Julie, für fantastisch günstige 5 Fiji Dollar (ca. 2 €)!

Abends lesen wir oder trinken Kava zusammen mit den Locals :) Jens verbringt seine Zeit tagsüber damit, dass er sich selbst Ukulele und Gitarre spielen beibringt und ich bin meistens auf der Sonnenliege am 10 m entfernten Strand anzutreffen :D Morgen geht es für vier Nächte  auf die kleine Insel Manamit weißem Sandstrand und türkisem Wasser und seit Bali, das erste Mal wieder mit eigenem Zimmer :D Es ist wirklich sehr schön, wenn auch ruhig hier :) Aber verschafft euch am Besten selbst einen Eindruck!

Wo es eine Südinsel gibt…kann die Nordinsel nicht weit sein!


2010
09.26

Nathalie bloggt:

Und genau dorthin hat es mich und Jens verschlagen, nachdem wir Lena gut und sicher zum Flughafen gebracht haben. Aber eins nach dem anderen.

Von Queenstown ging es morgens mit dem Flugzeug zurück nach Christchurch – sprich starten und sobald man maximale Flughöhe erreicht hat, direkt wieder landen. 10 Minuten nachdem man elektronische Geräte so wie Laptop oder ipod im Flugzeug anstellen durfte, wurde man auch schon von der Stewardess freundlich aufgefordert, diese Geräte wieder abzustellen ;) Weird…

Abends gab es in Christchurch wieder mehrere Nachbeben, wovon eines (oder mehrere?) total an uns vorbeiging(en), während wir im Fernsehraum einen Actionfilm guckten :) Das zweite Nachbeben hat Jens dann doch gespührt, als plötzlich hinter ihm die Wand anfing zu wackeln… Aber die größten Nachbeben, sowie die eigentlichen Erdbeben an sich, sind zum Glück  - wenn auch nicht spurlos – an uns vorbeigegangen. Aber diese Eindrücke haben wir ja schon in einem anderen Blogeintrag mit euch geteilt. Am nächsten Morgen ging es dann mit dem Magic Bus auf die Nordinsel – Endstation: Auckland.

Tag 1: Von Christchurch ging es diesmal nicht wieder nach Kaikura, sonder nach Hanmer Springs, da die Straße nach Kaikura aufgrund eines Erdrutsches, ausgelöst durch die Nachbeben, für so große Busse wie unseren gesperrt war. In Hanmer Springs haben wir dann in einem YHA Hostel namens KAKAPO geschlafen :) Nachmittags sind Jens und ich in unnatürlichen, natürlichen heißen Quellen baden gegangen und müssen euch sagen, dass uns das Neptunbad wesentlich besser gefällt :D

Tag 2: Am zweiten Tag ging es dann schon um 6 Uhr morgens los nach Picton, von wo aus unsere Fähre nach Wellington am Nachmittag starten sollte. Das frühe Aufstehen wurde mit einem wahnsinnigen Sonnenaufgang belohnt, der dann auch noch einige Kilometer weiter durch einen wunderschönen Regenbogen gekrönt wurde. Während der Busfahrt, wie auch während des Übersetzens mit der Fähre, hat es dann die meiste Zeit geregnet. In unserem Hostel in Wellington angekommen, wollten wir abends eigentlich nur noch schlafen, nur leider dachte unser Zimmergenosse um 3 Uhr nachts, dass es doch total toll wäre, wenn er in einem Zimmer mit 9 anderen schlafen Menschen masturbieren würde :) Während sich schon diverse Mordgelüste in mir ausbreiteten, wurde er von zwei meiner Zimmergenossen aufgefordert dieses doch bitte zu unterlassen, woraufhin er nur entgegnete : “Why? What did I do?” Idiot.

Tag 3: Am nächsten morgen ging es für uns dann wieder ganz früh und von der letzten Nacht völlig gerädert nach Napier. Napier ist ein süßes kleines Küstenstädtchen an der Ostküste der Nordinsel. Bei Ankunft hatten wir strahlenden Sonnenschein, was mich und Jens erst einmal zu einem ausgedehnten Spaziergang in Napier veranlasste. Auf unserem Stadtründchen fanden wir ein total coolen Schmuckladen, wo wir uns erstmal mit Geschenken für euch eingedeckt haben :) Unser Hotel das ‘Criterion’ in Napier war ein wunderschönes altes Art-Deco-Gebäude und eines der schönsten und saubersten Hostels in denen wir je geschlafen haben. Schaut euch die Fotos an, dann wisst ihr was ich meine :)

Tag 4: Am vierten Tag ging es über Taupo, Roturua, den Huka Falls und an den heißen Quellen vorbei nach Mt. Maunganui, dem Heimatort unseres ersten Magic Bus Fahrers Rick. In Taupo riecht es überall nach faulen Eiern, was aber durch die unzähligen, natürlichen heißen Quellen kommt. Überall dampft und raucht es in der Stadt :) Sieht schon sehr gewöhnungsbedürftig aus…Mt. Maunganui ist bestimmt total schön. Leider kann ich euch nicht sagen, wie es dort wirklich ist, denn an diesem Tag hatten Jens und ich definitiv mal genug vom Sightseeing und haben es uns bei strahlendem Sonnenschein mit Chips und Schokolade auf der Couch im Hostel gemütlich gemacht und den ganzen Tag Filme geschaut. Schlechtes Gewissen? Ich muss zugeben, dass ich die gerne mal einen Lonely Planet zum Frühstück verspeist und Lena und Jens in Sydney von einer Sehenswürdigkeit zur anderen gescheucht hat, ein klitzekleines bisschen ein schlechtes Gewissen hatte – aber mal ehrlich: Jeden Tag, ein halbes Jahr lang Sightseeing geht einfach nicht. Manchmal darf es selbst auf einer Weltreise gerne nur die Hostelcouch sein :)

Tag 5: Über kilometerlange Serpentinen durch die neuseeländisches Pinienwälder ging es dann zu unserer Endstation Auckland. In Auckland hat es dann auch tatsächlich 3 Tage wie aus Eimern gegossen – also kann ich euch von Auckland leider auch nicht so viel erzählen – hab aber auch gehört, dass die Stadt gar nicht sooooo spannend sein soll :) In Auckland waren wir dann im schlimmsten Hostel einquartiert, indem wir je waren. Es war laut, schmutzig und das Personal hat uns doch tatsächlich unser Bier aus dem Zimmer geklaut, mit der Begründung dass im Hostel kein Alkohol konsumiert werden darf. Ja klar, konsumiert haben wir es auch nicht, aber wo sollten wir dnn mit unseren restlichen 6 Flaschen Cider hin, wenn nicht in unserem Zimmer?? Als wir beim Auschecken unser Bier wiederhaben wollten, war es nicht mehr da!! Das Personal hat also tatsächlich das Bier aus unserem Zimmer gestohlen und getrunken! Unverschämtheit! Froh das verregnete, unverschämte Auckland hinter uns zu lassen, machten wir uns auf dem Weg zum Flughafen, wo schon unser Flieger nach FIJI auf uns wartete :D

Adrenalin is legal!


2010
09.23

Nathalie bloggt:

Bestandsaufnahme: Jenso hat Höhenangst, Lena hat keine direkte Höhenangst, aber sobald sie auf einer Leiter steht, kribbelts bei ihr in bestimmten Körperteilen und ich habe  Flugangst – Was machen wir also in Neuseeland? SKYDIVEN! :D Und zwar am schönsten Ort, den wir jemals gesehen haben: Lake Wanaka. Lake Wanaka ist der viertgrößte Binnensee in Neuseeland und direkt neben diesem See liegt gleich ein zweiter großer See, Lake Hawea, in dem es Haie gibt. Ja, richtig gelesen – Haie. Wir wussten es auch nicht, aber Haie können anscheinend auch in Süßwassern leben :) In Wanaka wurden wir vom Skydiving Shuttlebus abgeholt, der mit uns zum Flughafen fuhr. Dort angekommen ging alles super schnell: “Hier ihr müsst dieses Formular ausfüllen, dass wenn ihr euch verletzt oder sterbt, wir keine Schuld tragen.” Check. “So und jetzt Lena und Nathalie ihr springt jetzt gleich zusammen, also hier sind eure Anzüge, bitte überziehen.” Check. “Wer zahlt?”  Check? Jens sollte eigentlich mit seiner Kreditkarte zahlen, woraufhin ihm dann auffiel, dass er seine Gürteltasche mit Geld, Kreditkarte und Reisepass im Magic Bus hat liegen lassen, der schon seit einer halben Stunde wieder auf dem Weg nach Queenstown war. Während Lena und ich bereits – husch,husch – mit unseren Instruktoren bekannt gemacht wurden, kam Rick unser Fahrer mit dem Bus voller Leute wieder zurück, um Jens seine Gürteltasche zu geben. Das war echt super nett von ihm, denn die Fahrer sind schon sehr an ihren Fahrplan gebunden. Aber mit Rick hatten wir einfach den besten Fahrer :)

Währen Jens nun also unsere Flüge zahlte, wurde Lena von “ihrem” Springer darüber aufgeklärt, dass er gestern definitiv zu viel getrunken hatte und an einem sehr üblem Hangover leidet – sehr beruhigend ;) Mein Springer war zum Glück schon soo alt, dass man ihn normalerweise nicht mehr abends auf der Piste trifft :D Gut für mich Angsthasen :) Lena und ich saßen dann auch schon hopplahopp im klitzekleinen Flugzeug und ehe wir uns richtig hingesetzt hatten, waren wir auch schon in der Luft. Zu diesem Zeitpunkt ist man noch nicht an die Gurte seines Springers angeschnallt – was ein kleines mulmiges Gefühl aufkommen lässt. Festgezurrt wird man dann im Flugzeug, wo dein Intructor dir dann auch den schicken Lederhelm und die Brille aufzieht. In Lenas Fall eine leuchtend rote Lederkappe und eine viel zu fest sitzende Brille :) Lenas Springer hatte eine Handkamera dabei und schoss während des ganzen Fluges munter Fotos  von uns, in der Hoffnung, dass Lena sie ihm später abkaufen würde, was sie nicht tat (vermuteter Grund: die eben erwähnte schicke rote Kappe und Brille) und jetzt bereut…tja da bleibt nur eins: Wir müssen halt nochmal springen :D Und diesmal natürlich nur mit entsprechendem Äußeren ;)

Als wir dann die richtige Höhe -12.000 feet (ca. 3,6 km) – erreicht hatten, ging die Tür auf und es wurde schlagartig so kalt, dass man seinen eigenen Atem sehen konnte. Nach und nach fielen dann alle Springer wie Lemminge aus dem Flugzeug, wobei das Flugzeug jedes Mal einen kleinen Ruck machte, da es immer leichter wurde. Ich war die letzte Springerin und durfte mit angucken wie sich meine kleine Schwester todesmutig aus dem Flugzeug stürzte :) Als ich dann an der Reihe war musste ich vorne bis zur Tür robben, mich auf die Flugzeugkante setzen und meine Beine von außen unter den Flugzeugrumpf klemmen, Kopf nach hinten legen und warten. Für mich eine kleine Ewigkeit, denn ich hatte sooooo Lust aus diesem Flugzeug zu springen. Plötzlich merke ich wie mein Instructor langsam nach vorne kippt und dann – fallen wir und fallen und purzeln kopfüber mit 200 km/h der Erde entgegen – welch ein Rausch. Dieses Gefühl aus dem Flugzeug zu springen und ins Nichts zu fallen ist unbeschreiblich. Es ist das Beste was ich je erlebt habe :D Nach ein paar Sekunden durfte ich meine Arme öffnen was uns zwei ein wenig stabilisierte, bis ich eine Wolke auf uns zukommen sah und sobald wir in der Wolke waren, drehte mein Springer mit mir wahnsinnige Kreise und das alles im freien Fall! Kaum aus der Wolke raus zeigte er mir einen kreisförmigen Regenbogen, der vor einer anderen Wolke sichtbar wurde und dann konnten wir die Landschaft sehen! Wahnsinn! Wir sahen Ketten von Schneebergen, darunter Mt. Cook, den höchsten Berg Neuseelands, die beiden Seen und einen türkisen Fluss, dessen Wasser so klar ist, dass man sogar aus dieser Höhe bis auf den Grund sehen kann. Nach 45 Sekunden Freefall wird dann der Schirm geöffnet, es gibt einen kleinen Ruck und man hängt im Schirm. Jens wurde bei seinem Sprung in genau diesem Moment von seinem Instructor mit den Worten: “Welcome to my office!” begrüßt. :D Sobald der Schirm komplett geöffnet ist, lockerte mein Instructor die Gurte die mich festhielten mit “Keine Angst, ich will nur dass du wieder atmen kannst”, was dazu führt, dass man noch einmal in den Schirm fällt. Während ich dann im Schirm hing, sah ich wie Lena unter mir mit ihrem Springer große Kreise drehte. Mein Springer schaut mich an, schaut nochmal runter und fragt: “Willst du auch?” Was für eine Frage – na klar will ich auch :D Wir drehten also einige Kreise, rauschten an Lena vorbei und landeten dann ganz sanft wieder am Flughafen Mein Springer klinkt mich aus und ich laufe zu Lena und wir fallen uns völlig ausser Atem und glücklich wie nie in die Arme. Wir waren voller Adrenalin und strahlten über beide Ohren. Jens empfing uns und wurde sogleich von uns zugetextet. Lena und ich genehmigten uns nach dem Sprung erstmal ein Bier. Das beste Bier, dass ich je hatte. Wir hatten es geschafft :) Jetzt war nur noch Jens an der Reihe, der auch schon in seinem Anzug steckte. Er musste noch eine Runde Springer abwarten, dann war er an der Reihe. Als Jens über uns aus dem Flugzeug fiel, konnten wir ihn bis unten schreien hören:) Als er dann wieder am Boden war, strahlte er genauso wie wir und schwärmte von der “schönsten Landschaft, die er je gesehen hat”. Auch Jens genehmigte sich erstmal ein Bier . Stephen, ein andere Springer, brachte noch zwei Flaschen Wein und so veranstalteten wir eine kleine Spontanparty am Flughafen. Zur Erinnerung an dieses Erlebnis haben wir uns dann noch jeder ein Kleidungsstück im Skydiveshop gegönnt :D

Danach ging es mit dem Skydiveshuttle zurück nach Wanaka, von wo aus wir den local bus nach Queenstown nahmen. Unser ursprünglicher Plan am Morgen war abends in Queenstown unseren Sprung groß feiern zu gehen – letztendlich hat unsere Kraft jedoch nur noch für ein indisches Essen und ein Bier im Pub gereicht :) Aber glücklicher als an dem Abend sind wir glaube ich noch nie eingeschlafen :D

Bula!


2010
09.22

Jens bloggt:

So, ich bin mal wieder an der Reihe. Wir sind gut auf Fidschi/Fiji/Veti angekommen und entgegen einer fälschlichen Meldung bei Facebook, sind wir auch noch immer hier und nicht wieder in Köln :)

Als wir in Fiji angekommen sind, hat uns die Hitze, wie auch in Bali, erstmal wieder überrascht. Es ist sehr heiß hier, obwohl es auf Höhe von Cairns liegt. Cairns warm heiß, aber Fiji ist heisser :P

Auf dem weg vom Flugzeug zum Gepäck hat uns schon blauer Himmel und die besagte Hitze begrüßt! Wunderschön :)

Im Gebäude noch vor dem Gepäckband, gab es dann noch eine zweite Begrüßung! :)

Wir haben ohne Probleme unser Visum bekommen, dass sogar für 4 Monate gilt. Leider bleiben wir nicht so lange :( Unser Weg führte dann mit dem Bus zu unserer ersten Unterkunft. Smugglers Cove. Wir haben 29 FijiDollar für die erste Nacht gezahlt, was ca. 11,50 EUR sind. Dafür haben wir ein 34 Betten Dorm bekommen, das allerdings immer 4 Betten mit Wänden von den anderen abgetrennt hat.  Auf dem Hochbett konnte man ganz locker an das anliegende Hochbett im nächsten “Kasten” sehen oder auch rübersteigen. Ansonsten ist es dort sehr nett. Wir haben am nächsten Tag aber doch das Hostel gewechselt. Nebenan ist direkt das Horizon. Es gehört zur Smugglers Cove, d. h. wir können die Laundry, die Kajaks und auch sonst die “Facilities” der Smugglers Cove benutzen. Zahlen aber für ein 14 Beddorm nur noch 15 FD, ca. 6 EUR. Dort haben wir es 2 Nächte ausgehalten und haben aber heute morgen ins Bamboo gewechselt. Wir zahlen auch 15 FD, aber sind in einem 8 Beddorm und haben kostenloses Internet. Der Besitzer Henry ist 27 und leitet das Bamboo seit 2 Wochen. Ein Glück für uns :) Er ist super lässig und eine coole Sau. Er lebt schon seit 3 Jahren in Fiji und wir wohl auch weiterhin hier bleiben. Hier kann man für 5 FD zu Abendessen. Zum Vergleich, im Horizon oder Smugglers Cove gehen die Beilagen ab 6 FD los. Fish and Chips gibt es für 18 FD. Das 5 FD Essen im Bamboo ist lecker und wie Ihr seht, im Vergleich auch günstiger. Noch haben wir nichts günstigeres gefunden. Doch, Fertignudeln für 0,5 EUR :) Ein Taxi in die “Stadt” kostet normal 6 FD, man darf ruhig auch 8 FD zahlen. Der Bus kostet hingegen nur 1,15 FD. Günstiger als die KVB! So sehen die Busse aber auch aus :) Ein wenig Balifeeling!

Was einen auch überrascht: Es gibt hier genauso viele Inder wie Fijis! Vor langer Zeit sind viele Inder nach Fiji ausgewandert und nun gehören sie dazu. Wirkt aber ein wenig komisch, da man sich zum Teil wie in Indien fühlt, obwohl ich noch nicht in Indien war! :D

Wie in Bali, so habe ich auch in Fiji schon viele Sachen gefunden, die ich mir in die Wohnung stellen würde, wenn ich noch ein paar hundert/tausend Euro übrig hätte. Dies ist eindeutig nicht der Fall :D Es gibt hier wunderschöne Holzschnitzereien. Waffen, kannibalisches Essbesteck und Teller für Gehirne – würde ich allerdings nur als Einrichtungsgegenstände benutzen ;) – und sonstige Schnitzereien und Schalen. So z.B. auch Schalen, die für das traditionelle Getränk Kava gebraucht werden. Kava ist das geriebene Pulver der Wurzel der Pfefferpflanze.  Früher haben es nur die Häuptlinge getrunken, später nur die Männer, während die Frauen fischen waren oder das Essen gemacht haben. Das hat sich natürlich nicht lange gehalten und heute kann es jeder trinken. Bevor man die Kokosschale mit der braunen Flüssigkeit erhält klatscht man einmal in die Hand, sagt Bula! und trinkt es dann auf ex! Die Zunge fühlt es sich danach ein wenig an, als ob man die betäubenden, grünen Lutschtabletten gegen Halsschmerzen genommen hat. Nur schmeckt es nicht nach Minze, sondern nach Erde. Nachdem man getrunken hat, muss man dreimal klatschen. Dann ist der nächste dran. Beim Wort Taki! wird eine Trinkrunde ausgerufen und jeder im Kreis muss trinken! Wir haben einige Runden mitgemacht und je mehr man trinkt, desto müder wird man. Kava betäubt nämlich nicht nur die Zunge, sondern mal den ganzen Körper. Wir haben Geschichten von Kavatrinkern gehört, die nur noch auf dem Boden vorwärts kamen, bzw. es versuchten. Hier nun ein paar Bilder :)

Nächster Halt: Franz Josef…


2010
09.18

Nathalie bloggt:

Franz Josef, bester Dorfname überhaupt :D Aber die Kiwis nennen das Dorf der Einfachheit halber Franz (sprich Frääänz) :)

Auf dem Weg nach Fränz haben wir einen kurzen Zwischenstopp eingelegt, der uns in die Vergangenheit zurücksetzte: Wir wurden in Ross zu Goldwäschern. Jeder von uns bekam eine Plastikschüssel voller Steine, in der sich ein wenig Goldstaub und ein Jadestein befand, die wir natürlich nur finden konnten, wenn wir es auch richtig machten ;) Na klar ;) Wir waren wohl alle in unserem vorherigen Leben Goldwäscher, denn jeder fand etwas Gold und einen Jadestein :) Verrückter Zufall! Anschließend haben wir noch ein paar alberne Touri-Fotos geschossen, wobei ich finde, dass Jenso besonders gut getroffen ist :D

Weiter ging es nach Fränz! In Franz Josef gibt es einen von weltweit nur drei Gletschern die von oben bis zur Meeresoberfläche hinab reichen. Der zweite steht in Fox (6 km entfernt von Fränz) und der dritte in Chile (weiter als 6 km). In Fränz hat man die Gelegenheit Gletscherwalks zu machen oder sich sogar mit dem Heli auf den Gletscher fliegen zu lassen, um ganz oben zu hiken. Da diese Aktivitäten definitiv viel zu kostspielig waren haben wir das Gebiet auf eigene Faust erkundet. Und haben dabei definitiv auch sehr viel Spass gehabt. Immer noch dem Goldrausch verfallen, dachten Lena und ich eine kurze Zeit lang, dass wir auch hier im Fluss Gold gefunden hätten, jedoch zerplatzte diese Wunschvorstellung wie eine Seifenblase, da Rick uns erzählte, dass es sich bei den schimmernden Partikeln in den Steinen um Rost handle :D Nun das lässt sich nun eher schwieriger zu Geld machen :) Unser Rückweg sollte uns eigentlich durch den Regenwald führen, jedoch war dieser Weg wegen des Abschmelzens des Gletschers überflutet. Lena, Jens und ich traten mit dem guten alten Rolf Zukowski Lied: “Wo kein Gehweg ist, da geh ich rechts” (New Zealand Version ;) ) den Rücktritt ins Dorf an. Nach gut einer Stunde Fußmarsch hat sich Jens erstmal ein RIESEN-Steak im Supermarkt gekauft. Zurück im Chateau Franz (wiederum ohne Witz, der Name unseres Hostels) fiel das Fleisch dann unserem riesigen Hunger zum Opfer! Wir mussten uns aber auch wirklich für den nächsten Tag stärken, denn an diesem Tag hieß es: SKYDIVEN!

Vom Zentrum Neuseelands über die Pfannkuchenberge nach Greymouth…


2010
09.17

Nathalie bloggt:

Am 3. Tag unserer Reise mit dem Magicbus ging es von Nelson nach Greymouth einem kleinen Mienenstädtchen an der West Coast. Auf der Fahrt legt Rick einige Zwischenstopps ein, um uns die schönsten Plätze der Südinsel zu zeigen. Über einen wunderschönen Fluss, ging es an eine fast einsame Bucht.

Nur fast einsam, weil diese Bucht das zu Hause von einigen Seehunden, mehr Wekas und nach mehr Schwalben ist. Nachdem wir schon die zwei vorherigen Tage Seehunde beobachtet haben blieben Lena und ich am Bus bei unserem Fahrer, doch Jens machte sich auf die Socken um ein weiteres Mal Seehunde zu Fotografieren. Lena und ich beobachteten währenddessen den Kampf zweier männlicher Wekas um die holde Weka-Dame. Weiter ging es zu den Pancake Rocks, den Pfankuchenbergen, (leider keine Berge von Pfannkuchen ;) ). Diese Bergformation ist so benannt, weil sie bei näherer Betrachtung und einer Menge an Phantasie aussehen wie geschichtete Pfannkuchen.  Für Lena waren diese Pfannkuchen eine wahre Delikatesse, denn sie sind definitiv 100% kalorienfrei, weshalb sie sich auch erstmal einen kräftigen Biss genehmigte :D

Und weiter ging es nach Greymouth. Um das Bild von dieser kleinen doch recht langweiligen Stadt zu vervollständigen fing es dann auch noch an in Strömen zu regnen. Unser Hostel war jedoch richtig nett und hieß zufällig auch noch Neptunes Backpackers. Kein Wunder, dass es dort so nett war; hatte ein bisschen was von zu Hause :D Kurz nach Ankunft ging es in die örtliche zweitgrößte Brauerei Neuseelands. Ein Witz gegen die deutschen Brauereien, aber unglaublich leckers Bier J. Sogar ein „Bavarian Radler“ gab es im Angebot. Nachdem wir jedes Bier einmal durchprobiert hatten, durften wir uns in 15 Minuten noch so viel Bier zapfen wie wir wollten. Lena und ich haben schnell noch drei Bier gezapft und getrunken und als dann das Taxi kam waren wir definitiv Betrunken. Ab ging’s ins Hortel Railwaystation um das Gratis-Essen abzustauben, welches wir nach dem ganzen Alkohol auch dringend nötig hatten ;) Lena war total in Tanzlaune, nur leider  gibt es in Greymouth keinen Club bzw. befanden wir uns dort schon zusammen mit drei anderen Gästen und der Kellnerin. Tja Lena, Greymouth ist halt nicht Melbourne :) !

Kleiner Eintrag


2010
09.07

Jens bloggt:

Ein paar Fakten die ich bisher auf unserer Busreise über Neuseeland gelernt habe.

Es gibt in Deutschland mehr Arbeitslose als in Neuseeland Einwohner. Es leben hier ca. 4 Millionen Neuseeländer, 40 Millionen Schafe und 80 Millionen Opossums. Es wandern immer mehr Neuseeländer aus, da es z.B. in Australien einen besseren Verdienst gibt.  Kühe und Ziegen habe ich auch schon viele gesehen.  Das Opossum ist in Australien bedroht und die Zahl sinkt stetig. Hier in Neuseeland hat das für die Fellproduktion eingeschleppte Tier aber keine natürlichen Feinde und somit vermehren sie sich sehr schnell. Das gleiche gilt für eingeschleppte Ratten und Hase. Ratten wurden mit den Schiffen ungewollt und Hasen gewollt für Felle eingeschleppt. Nur blöd dass weder der Opossum- noch die Hasenfellhandel wirklich funktioniert haben.  Die Hasen sind insofern gefährlich, dass Kühe sich ihre Knöchel in den Löcher der Hasen brechen und dann geschlachtet werden müssen. Die Neuseeländer hatten dann einen genialen Einfall. Sie brachten Mater, Wiesel und ähnliches ins Land , damit diese die Hasen und Ratten jagen. Dumm nur, dass den Wieseln und Mater die einheimischen Vögel besser schmecken und wohl auch leichter zu fangen sind, da sie wenig Scheu sind, weil sie keine natürlichen Feinde haben. Somit schrumpft die Anzahl der einheimischen Tiere und die der eingeschleppten Tiere steigt stetig. Ein drittel der neuseeländischen Vögel kann nicht fliegen und ist deshalb auch noch einfachere Beute für die Mader/Wiesel. Sehr blöd ist es auch, dass Hasen sich schneller vermehren, wenn sie merken, dass sie gejagt werden. Ganz schön blöd. Das fiese an den Opossums ist, dass sie einen Baum kahl fressen, der abstirbt und sie dann den nächsten Baum anknabbern. Und bei 80 Millionen Viechern geht das recht schnell. Hinzu  kommt, dass es nur noch 35% der einheimischen Bäume gibt. Hier wird zum Beispiel die kalifornische Pinie angebaut, da sie hier mehr als doppelt so schnell wächst. In Kalifornien kann man den Baum nach 50 Jahren, hier schon nach 20 Jahren fällen. Das liegt wohl an der vulkanischen Erde und dem höheren Niederschlag. Neuseeland hat die höchste Aussterbeqoute auf der Welt und eine der einzigartigsten Pflanzen und Tierarten. Es gab hier einen Laufvogel der so hoch wie unser Bus (3-4 m) gewesen ist. Gejagt wurde er von dem größten Adler der Welt. Die Flügelspannweite war größer als unser Bus breit ist. Geschätzte 2,50 m. Der Adler war so groß, dass er mit dem Laufvogel in den Klauen davon fliegen konnte. Der Laufvogel wurde aber auch von den Maori gejagt und als dann noch die Europäer kamen war es das Ende für den Laufvogel und somit auch für den Adler. Das war vor ca. 200 Jahren. Aus all diesen Gründen ist es erlaubt uns erwünscht die eingeschleppten Tiere (Ratten, Mater, Wiesel, Hasen, Opossums) zu jagen oder einfach zu töten. Ich habe somit einen neuen Traumberuf neben Schmied und Millionär. Ich werde Jäger in Neuseeland :D

Nach all dem Kalamari und Tintenfisch jagen, habe ich wohl ein wenig Blut geleckt… ;)

Gut zu wissen, dass Work and Travel Neuseeland noch bis 30 möglich ist :P

Achja, eine neue Telefonnummer gibt es auch:

+64 (0)2102 598 335

Nelson


2010
09.07

Jens bloggt:

Heute sind wir nach Nelson gefahren und haben einen kurzen Stop in Picton gemacht. Von dort aus geht die Fähre zur Nordinsel. Wir haben auch einen kurzen Stop an einem kleinen Wasserfall gemacht. Dort  gibt es ein kleines Wasserbecken unter dem Wasserfall und dort schwimmen und klettern die jungen Seelöwen hin. So schützen die Eltern Ihre Kinder vor den Orcas am Strand. Einfach super!

In Nelson gibt es den Mittelpunkt von Neuseeland, wie der jetzt genau bestimmt wurde, weiss ich auch nicht ;) Wir sahen das Schild – Centre of NZ 50m – und 50m später fanden wir uns auf einem 15-20 minütigem Weg auf einen kleinen Berg bzw. großen Hügel. Von wegen 50m, das waren noch einmal gefühlte 5 km ;) Aber die 20 Minuten haben sich gelohnt. Man hat einen unglaublich schönen Ausblick auf Nelson. Warum der Mittelpunkt auch noch auf der Spitze des Hügels zu finden ist, ist wohl ein unheimlich großer “Zufall” ;) Morgen geht es nach Greymouth!

Kaikoura


2010
09.06

Jens bloggt:

Wir sind bei guten Wetter in Kaikoura in der der Dusky Lodge angekommen. Wir haben uns Fahrräder geliehen und haben uns die kleine Stadt und Seelöwen angeschaut. Wie Ihr sehen könnt geht es uns gut mit Meer und schneebedeckten Bergen :) Wir sind von Neuseeland begeistert und es gefällt uns im Moment besser als Australien :) Einfach wunderschön und es sieht sogar noch besser aus als auf den Fotos ;)

Magic Bus


2010
09.06

Jens bloggt:

Mit unserer gewonnen Bustickets haben wir heute unseren ersten Bustrip gemacht!

Nach ein paar Probleme, da wegen des Erdbebens der Zeit- und Fahrplan ein wenig durcheinander geraten ist, haben wir verspätet unsere Reise angetreten. Bis heute Morgen um 7 Uhr wussten wir nicht, ob wir überhaupt fahren, aber es hat alles geklappt. Das Wetter ist klasse gewesen. Wolkenlos und blauer Himmel begleiteten uns auf der Fahrt und die 3 Stunden vergingen schnell. Da wir aus dem Bus heraus fotografiert haben, gibt es ein paar Spiegelungen, die aber nicht weiter stören ;)