Nathalie bloggt:
Und genau dorthin hat es mich und Jens verschlagen, nachdem wir Lena gut und sicher zum Flughafen gebracht haben. Aber eins nach dem anderen.
Von Queenstown ging es morgens mit dem Flugzeug zurück nach Christchurch – sprich starten und sobald man maximale Flughöhe erreicht hat, direkt wieder landen. 10 Minuten nachdem man elektronische Geräte so wie Laptop oder ipod im Flugzeug anstellen durfte, wurde man auch schon von der Stewardess freundlich aufgefordert, diese Geräte wieder abzustellen
Weird…
Abends gab es in Christchurch wieder mehrere Nachbeben, wovon eines (oder mehrere?) total an uns vorbeiging(en), während wir im Fernsehraum einen Actionfilm guckten
Das zweite Nachbeben hat Jens dann doch gespührt, als plötzlich hinter ihm die Wand anfing zu wackeln… Aber die größten Nachbeben, sowie die eigentlichen Erdbeben an sich, sind zum Glück - wenn auch nicht spurlos – an uns vorbeigegangen. Aber diese Eindrücke haben wir ja schon in einem anderen Blogeintrag mit euch geteilt. Am nächsten Morgen ging es dann mit dem Magic Bus auf die Nordinsel – Endstation: Auckland.
Tag 1: Von Christchurch ging es diesmal nicht wieder nach Kaikura, sonder nach Hanmer Springs, da die Straße nach Kaikura aufgrund eines Erdrutsches, ausgelöst durch die Nachbeben, für so große Busse wie unseren gesperrt war. In Hanmer Springs haben wir dann in einem YHA Hostel namens KAKAPO geschlafen
Nachmittags sind Jens und ich in unnatürlichen, natürlichen heißen Quellen baden gegangen und müssen euch sagen, dass uns das Neptunbad wesentlich besser gefällt
Tag 2: Am zweiten Tag ging es dann schon um 6 Uhr morgens los nach Picton, von wo aus unsere Fähre nach Wellington am Nachmittag starten sollte. Das frühe Aufstehen wurde mit einem wahnsinnigen Sonnenaufgang belohnt, der dann auch noch einige Kilometer weiter durch einen wunderschönen Regenbogen gekrönt wurde. Während der Busfahrt, wie auch während des Übersetzens mit der Fähre, hat es dann die meiste Zeit geregnet. In unserem Hostel in Wellington angekommen, wollten wir abends eigentlich nur noch schlafen, nur leider dachte unser Zimmergenosse um 3 Uhr nachts, dass es doch total toll wäre, wenn er in einem Zimmer mit 9 anderen schlafen Menschen masturbieren würde
Während sich schon diverse Mordgelüste in mir ausbreiteten, wurde er von zwei meiner Zimmergenossen aufgefordert dieses doch bitte zu unterlassen, woraufhin er nur entgegnete : “Why? What did I do?” Idiot.
Tag 3: Am nächsten morgen ging es für uns dann wieder ganz früh und von der letzten Nacht völlig gerädert nach Napier. Napier ist ein süßes kleines Küstenstädtchen an der Ostküste der Nordinsel. Bei Ankunft hatten wir strahlenden Sonnenschein, was mich und Jens erst einmal zu einem ausgedehnten Spaziergang in Napier veranlasste. Auf unserem Stadtründchen fanden wir ein total coolen Schmuckladen, wo wir uns erstmal mit Geschenken für euch eingedeckt haben
Unser Hotel das ‘Criterion’ in Napier war ein wunderschönes altes Art-Deco-Gebäude und eines der schönsten und saubersten Hostels in denen wir je geschlafen haben. Schaut euch die Fotos an, dann wisst ihr was ich meine
Tag 4: Am vierten Tag ging es über Taupo, Roturua, den Huka Falls und an den heißen Quellen vorbei nach Mt. Maunganui, dem Heimatort unseres ersten Magic Bus Fahrers Rick. In Taupo riecht es überall nach faulen Eiern, was aber durch die unzähligen, natürlichen heißen Quellen kommt. Überall dampft und raucht es in der Stadt
Sieht schon sehr gewöhnungsbedürftig aus…Mt. Maunganui ist bestimmt total schön. Leider kann ich euch nicht sagen, wie es dort wirklich ist, denn an diesem Tag hatten Jens und ich definitiv mal genug vom Sightseeing und haben es uns bei strahlendem Sonnenschein mit Chips und Schokolade auf der Couch im Hostel gemütlich gemacht und den ganzen Tag Filme geschaut. Schlechtes Gewissen? Ich muss zugeben, dass ich die gerne mal einen Lonely Planet zum Frühstück verspeist und Lena und Jens in Sydney von einer Sehenswürdigkeit zur anderen gescheucht hat, ein klitzekleines bisschen ein schlechtes Gewissen hatte – aber mal ehrlich: Jeden Tag, ein halbes Jahr lang Sightseeing geht einfach nicht. Manchmal darf es selbst auf einer Weltreise gerne nur die Hostelcouch sein
Tag 5: Über kilometerlange Serpentinen durch die neuseeländisches Pinienwälder ging es dann zu unserer Endstation Auckland. In Auckland hat es dann auch tatsächlich 3 Tage wie aus Eimern gegossen – also kann ich euch von Auckland leider auch nicht so viel erzählen – hab aber auch gehört, dass die Stadt gar nicht sooooo spannend sein soll
In Auckland waren wir dann im schlimmsten Hostel einquartiert, indem wir je waren. Es war laut, schmutzig und das Personal hat uns doch tatsächlich unser Bier aus dem Zimmer geklaut, mit der Begründung dass im Hostel kein Alkohol konsumiert werden darf. Ja klar, konsumiert haben wir es auch nicht, aber wo sollten wir dnn mit unseren restlichen 6 Flaschen Cider hin, wenn nicht in unserem Zimmer?? Als wir beim Auschecken unser Bier wiederhaben wollten, war es nicht mehr da!! Das Personal hat also tatsächlich das Bier aus unserem Zimmer gestohlen und getrunken! Unverschämtheit! Froh das verregnete, unverschämte Auckland hinter uns zu lassen, machten wir uns auf dem Weg zum Flughafen, wo schon unser Flieger nach FIJI auf uns wartete